Am Freitag nachmittag erreichen wir Apt. Im Luberon gelegen, die kleine Hauptstadt des Luberon. Es ist Hochsaison, die Provence überfüllt. Deshalb haben wir uns, entgegen unseres eigentlichen Reisens, zu einer telefonischen Reservierung auf einem Campingplatz bei Apt entschieden. Wir steuern den Camping an. „Non, nous n´avons pas retenu votre Reservation. Nous sommes complet….“
Aber schnell gesucht gibt noch einen weiteren Campingplatz ganz in der Nähe. Angesteuert, direkt an den Toren von Apt erwartet uns dort ein herzlicher Empfang. Die wirklich bessere Wahl wie sich schnell herausstellt. Philipp wird weggeschickt, denn es gibt noch Geburtstagsbasteleien und Vorbereitungen zu treffen. Weit kommt er nicht, denn Pierre der Patron vom Camping „Les Cédres“ und er kommen schnell ins Gespräch und Pierre, ein ausgewanderter Belgier präsentiert stolz seine Bar bzw. Biersammlung mitsamt Verkostung. Bekannte, teils unbekannte Jahrgangsbiere gibt es. Lieblingsbier wird das Orval. Zwischenzeitlich ist Pierre in der Küche verschwunden – es gilt den geselligen Abend vorzubereiten: Moules Frites werden heute serviert. In netter Ambience sitzen wir abends da, ein extra Tisch wird für uns geholt. Von Gastronom zu Gastronom wird sich extra Mühe gegeben. Der Campingplatz ist wirklich eine Erwähnung wert. Er liegt fußläufig 5 min. vom Stadtzentrum Apt entfernt, dennoch sehr schön ruhig. Sympathisch, klein, sauber, und liebevoll eingerichtet. Kleine BIO Superette, Kinderspielzimmer und eine Bar auf dem Platz waren sehr überraschend und absolut herzlich.
Am Samstagmorgen beginnen wir mit einem Geburtstagsfrühstück, Philipp stellt sich, wie abgesprochen schlafend, damit wir alles vorbereiten können. Es gibt Kuchen mit Kerzen, Geschenke, Geschenke, Geschenke, sogar Luftballons.
Auf gehts auf den großen Markt in Apt gegen 10 Uhr. Wir sind superstolz um 10 Uhr startklar zu sein! Jeden Samstag tobt hier das Leben. Die Altstadt ist in allen Straßen und Gässchen ein Markt. Von frischem Obst und Gemüse, Gewürzen und Speisen aller Art, zu Stoffen, Kleidern, Hüten, Kunst und Kitsch. Wir schlendern. Trinken einen Café im Getümmel. Sogar Foodtrucks sind hier. Für uns als Berliner, die wir große Märkte eigentlich kennen zu glauben, ein absolutes Highlight, die Stadt ist der Markt.
Wir haben für abends im Restaurant AU PLATANE reserviert, zu Feier des Tages. Plötzlich ist Apt wieder ganz leer, wir entdecken auf unserem Weg zum Restaurant die Gassen neu, ohne Menschen. Anders aber auch wunderschön. Die Locals sitzen in ihren 3 Bars und lassen wahrscheinlich den Marktwahnsinn gerade beim Aperitif Revue passieren.
AU PLATANE ist ein nettes Restaurant, man steigt eine kleine Treppe hinauf und sitzt zwischen 2 Häusern unter Platanen. Das alleine macht es schon sehr nett. Kulinarisch traditionell, aber nicht Spitze. Dennoch ein wirklich gelungener Abend.

Hallo Ihr Berliner. Mama K. hat uns Euren Reisbericht geschickt.
Sehr sehr schön gemacht. Kompliment!
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